27.1. Bis 3.2.2001
LahnLaender goes skiing!
Maennerschifahren in den Dolomiten
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Donnerstag, 9.November 2000, Tennishalle Lahnau  -  die langjährige Tennisrunde bestehend aus Michael S., 
Gert H., Martin W. und Eberhard L. sinniert beim Weizenbier nach "anstrengensten" Tennisdoppel, anschließenden auszehrenden Saunagängen welche die letzten verfügbaren Tropfen Körperflüssigkeit kosten, über alternative Bewegungsmöglichkeiten nach. Schnell kommt uns unser letztjähriger Skiurlaub in den Sinn und bald sind wir uns einig, dies im kommenden Winter wieder zu wiederholen, der Zielort steht nur kurz zur Debatte. Pedraces, Hotel Melodia del Bosco soll es wieder sein, man gönnt sich ja sonst kaum etwas.  Das Hotel bietet für einigermaßen akzeptablen Preis von 112.000 Lire gute Unterkunft,   jeden Abend Halbpension mit 5 Gänge Menu (!) und einen Wellnessbereich. 
Tenniskollege und LahnLaenderteilnehmer Martin W. stellt wieder seinen Wagen zur Verfügung, das Hotel ist schnell gebucht (incl. einem Doppelzimmer mit extra langen Betten)  und Ruck-Zuck ist es Ende Januar ...
oben:
Beispiel des abend-
lichen Menus
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Die Anfahrt am Samstag gestaltet sich problemlos, auch der "Transit" durch Österreich ist ohne besondere Vor- kommnisse, nur in den höheren Lagen  Südtirols schneit es und es kommt zu einigen kurzen Stockungen, allerdings müssen wir für die letzten 50m zum Hotel doch noch die Schneeketten auflegen. 
Einchecken, Schipass kaufen, Abendessen, etwas relaxen und das Tagesprogramm für die kommende Woche abstecken: 
Aufstehen 7:00, Frühstück 7:30, Schibus (mit "Luigi") ca. 8:30 und ganztägig schifahren, retour ca. 16:00-16:30, Sauna ab 17:00, Abendmenu 19:00,  Kartenspiel und Weizenbier ab 21:00.  So sei es!

Am Sonntag früh haben sich die Schneewolken verzogen und die Sonne scheint. Wir starten die ersten Schwünge am Hausberg Santa Croce und nachdem wir uns eingefahren haben, gehts hinüber ins größere Skigebiet nach La Villa und Corvara. Hier gibt es zahlreiche einfache Pisten, aber auch ein paar kernigere Sachen,  für den ersten Tag gerade genug.

Montag ist eine Tour nach Araba und zum Belvedere angesagt, aber irgendwie bleiben wir auf einer Hütte hängen. Nach einem abschließenden Erdbeerlikör fahren wir ab nach Wolkenstein, hinauf zum Grödnerjoch und machen gleich am zweiten Tag die Sella Ronda.
 
Dienstag ist dann etwas diesig und Schneetreiben, wir beschäftigen uns zuerst mit dem Santa Croce und nachdem sich das Wetter etwas beruhigt hat mit den Abfahrten im Edelweiss-
tal in Golfosco. Obwohl wir den ganzen Tag keine Eile haben       - die Oberschenkel brennen doch so ein bißchen -  sind wir so spät, daß wegen den bereits geschlossenen Liften kein reguläres Zurückkommen nach Pedraces möglich ist.  Wir gehen daher nochmal in " die Post" nach Corvara und fahren dann mit dem Linienbus zurück 

Foto links, so siehts am St.Croce bei Sonnenschein aus

Mittwoch, Bärenwetter aber kalt. Mit dem Auto gehts nach Araba und von dort nach der Abfahrt zum Fedaiasee 
über einige Seilbahnsektionen auf die Marmolada, mit 3342m einer der höchsten Punkte der Umgebung. Oben ist 
es schweinekalt und die Sicht aber unbeschreiblich. Gut betuchte lassen sich per Heli auf dem Gipfel absetzen. Die Abfahrt über den Marmoladagletscher ist nicht allzuschwierig, aber die eisige Luft macht doch matt.


 
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 oben links:auf dem eisigen Gipfel der Marmolada          oben rechts: Gruppenfoto auf 3342m

Donnerstag, wieder Sonnenschein. Heute wollen wir Cortina sehen, da muß man ja mal gewesen sein. Wir sind relativ früh an der Seilbahn und fahren gleich hinauf zum Tofane (3245m) und stürzen uns eine richtige schwarze Piste hinunter. Im angeschlossenen Schigebiet oberhalb der Rumerlo Hütte gibt es zahlreiche ausgezeichnete, zum Teil recht anspruchsvolle Pisten. Hier machen wir den ganzen Tag "Meter" und spätnachmittags nochmals den Tofane. Bei einem Halt oberhalb der schwarzen Piste, mache ich irgendwie eine dusselig Bewegung, rutsche in den Hang und überwinde die nächsten 100 (vielleicht waren´s auch nur 50) Höhenmeter auf dem Hosenboden - das bringt mir schlagartig den Respekt der Berge zurück.

links: am Tofane

Freitag, letzter Tag. Durch die durchweg steileren Pisten in Cortina ermutigt, gönnen wir uns heute zuerst mal die Gran Risa in La Villa. Schwarz, aber nach den Erfahrungen vom Vortag nicht weiter beindruckend. Unser heutiges Ziel ist jedoch Canazei. Über Araba und Belvedere fahren wir zur Mittagspause bis ins Dorf ab. Vor dem Cafe International ist - genau wie im letzten Jahr - ein sonniges Plätzchen frei und es ist 
herrlich in der bereits gut wärmenden Februarsonne ein Weizenbier zu genießen. Schlag Viertel vor drei verschwindet die Sonne hinter einer Bergspitze und wir wieder in Rictung Corvara/ La Villa

unten links: Muse im Cafe International        unten rechts: die Zwei von der Schokoladenfraktion

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Was gab`s noch: 
Wir waren nicht die einzigen Mittelhessen. Neben Willi "Postwilhelm" Drescher , waren noch Erwin "Dillisjes" Failing  und Dr.Horst Gath nebst Söhnen im Hotel. 
An einem Abend konnten wir den Tagesablauf nicht einhalten und sind nach dem Abendessen zum Eisstockschießen gewesen, Mannschaften wie beim Tennisdoppel (Martin/Michael :Gert/Eberhard) , zum Ergebnis kein weiterer Kommentar. 
Pünktlich zum Urlaubsende kam der Wetterumschwung mit viel Schnee und Regen, Chaos auf der Brennerautobahn
und auch auf den deutschen Autobahnen. Entsprechend langwierig war die Rückfahrt, aber das nimmt gern in Kauf.

Fazit: Sollte man öfters Mal machen!