LahnLaender Skifreizeit 6.-13. Januar 2007               zurück

Als Novum bei den LahnLaendern gab's im Januar 2007die erste gemeinsame Skifreizeit. Schon zeitig geplant, fanden sich letztendlich 36 wintersportbegeisterte LahnLaender zusammen, gemeinsam die letzte Ferienwoche in der Zillertalarena in Zell am Ziller zu verbringen. Mit zusätzlich 8 mitreisenden Gästen konnte ein kompletter Reisebus zur bequemen stressfreien Anreise gechartert werden.

Gespannt trafen wir uns am 6. Januar in aller Frühe zur Abreise ein. Waren alle pünktlich da? Reichte der Gepäckraum des Busses für die Menge an Gepäck aus? Hatte der Busfahrer Manfred Weber aus Frankenbach auch wirklich genügend Getränke gebunkert? Da der Bus über keinen speziellen Anhänger für das Wintersportgerät verfügte und die 4 Herren der Männer-WG reichlich Proviant in fester und flüssiger Form unterzubringen hatten, war der Laderaum denn auch im Nu proppevoll. Vorausschauend hatte sich Karsten R. mit seiner Familie doch für die Anreise mit dem eigenen Wagen ausgesprochen. Kurz nach 6:00 Uhr war alles verstaut und los ging's. Krümmten sich vorne im Bus die Mitreisenden noch im Sitz für eine halbwegs bequeme Schlafstellung, stießen im hinteren Teil die Hardcore Sportler noch vor Erreichen des Gambacher Kreuzes mit den ersten geöffneten Bierflaschen an! So sollte das die ganze lange Fahrt auch weitergehen. Durch zäh fließenden Reiseverkehr und zahlreiche Staus dauerte es bis 15:00 Uhr für die knapp 600km bis nach Zell am Ziller! Schnell wurden die Zimmer im Hotel "Sonnenhof" und in den nahe gelegenen Appartements bezogen, beim Intersport Strasser die notwendigen Ausrüstungen ausgeliehen, um dann anschließend gleich den ersten Saunagang zu absolvieren. Abends beim 4- Gängemenu gab's mit dem Salat- und Vorspeisenbuffet, sowie als Hauptgang diverse Fleisch und Wildgerichte einen Vorgeschmack auf die kulinarischen Genüsse der nächsten Tage. So kann man sich's gut gehen lassen!

... unterwegs auf der Piste Nr. 9

Pause auf der Rosenalm

In den darauf folgenden Skitagen erkundeten wir das Skigebiet der Zillertalarena mit den Pisten in Zell, Gerlos und Königsleiten. Leider waren die Schneeverhältnisse wegen der geringen Schneefälle der letzten Wochen nicht immer so optimal. Aber meist Sonnenschein und relative milde Witterung entschädigte für manche Einschränkung und einen Regentag. Schnell etablierte sich als Nachmittagstreffpunkt die große Hütte auf der Rosenalm. Für einige zwanglos als Endstation des Skitages, für andere der Einstieg zum Apres Ski im "Saustadl" an der Talstation.  Apropos Regentag am Dienstag. Mal abgesehen davon, dass es regnete, ließ es sich im weichen Schnee wirklich sehr gut fahren. Das sollte sich tags drauf aber ins Gegenteil verkehren. Über Nacht waren alle Pisten und auch die Lifte so vereist, dass der Schibetrieb erst gegen Mittag losgehen konnte. Aber das war nichts mehr für Genußschifahrer, denn auch die bei jedem Schwung eingekrallten Fußnägel schafften keinen zusätzlich Halt mehr auf den total vereisten Pisten.

"Austrian Blacktooth" ruft Eidengesäß ...

..  und die "Z-Stengel"

Gemeinsames Apres Ski für alle war fast immer abends nach dem 4-ängigen Abendmenu in der Hotelbar des "Sonnenhofes" mit reichlich Zillertaler Weißbier oder dem leckeren "Zwickel", wobei die Damen aber mehr auf "Z-Stengel", "Caipis" und anderen exotische Drinks standen. Kommuniziert untereinander wurde mit dem neuartigen "Austrian Blacktooth System", beim Lügenmäxchen diverse partnerschaftliche Problemfelder aufgedeckt und normalerweise so unverfängliche Kinderwitze wie "Treffen sich zwei, nur einer kommt" riss die Truppe zu Begeisterungsstürmen hin. Meistens stand das Abendmenu unter einem bestimmten Motto, z.B. italienisches Buffet oder österreichische Köstlichkeiten, letztere sogar mit musikalischer Untermalung. Der Pferdeschwanz tragende Zillertaler Zitherspieler, blieb natürlich von einschlägig bekannten Damen nicht unbeachtet: "Ich hätte auch gerne einen Mann mit Pferdeschwanz, aber bitte mit 'ner anderen Frisur!" Neben ein bisschen Zwicken im Oberschenkel, fand der Muskelkater doch eigentlich nur im Zwerchfell statt.

das Zwickel

Blick auf die Rosenalm und das vernebelte Tal

In der Selbstverpflegerfraktion im "Wohlfühl Ferienheim" ging es abendlich meistens etwas gediegner zu. Zuerst - wenn denn die Eltern rechtzeitig vom Saustadl zurück waren - Abendessen, dann während der Hotelmenuzeit Sauna- und Schwimmbadbesuch im Sonnenhof, danach Kinder ins Bett oder eben auch noch ein Absacker in der Hotelbar. Die Fewo-Herren Thomas B., Holger M. und Karsten R. übten sich unterdes bei gemeinsamen Kochversuchen am Klassiker "Spaghetti mit Tomatensauce", scheiterten wohl aber schon daran, dass man sich etwas uneins war, ob denn Nudelwasser kochen muss oder nicht. Dank tatkräftiger Unterstützung der erfahren Hausfrauen, gelang es aber doch noch die 14 (!) hungrigen Mäuler zu stopfen und eine leckere Soße gab's auch noch dazu. Der darauf folgende Tabu-Spieleabend ging in die Geschichte ein und eine Wiederholung in heimischen Gefilden ist geplant.

 das rote LahnLuder

so richtig Kopfschmerzen hatte aber keiner

Die Männer-WG der "Alpenresidenz Sonnenwend", ausgestattet mit futschneuer Wohnung nebst Küche, waren da schon etwas kreativer, neben Spaghetti Napoli gab's an den folgenden Tagen auch schon mal Tomatensoße mit Spaghetti oder einen Restaurantbesuch - beim Italiener. Das mitgebrachte Fassbier lockte nächtlich manchen Halbpensionisten aus dem Hotel auf die andere Straßenseite. Das Bier war nach wenigen Tagen alle, ob die Familienpackung Aspirin auch verbraucht wurde, ist nicht bekannt!

Wohl wegen der prekären Ernährungslage lies sich Werner W. auf die Wette ein, einen ganzen Tag lang als "Rotes LahnLuder" die Piste zu verunsichern. Im Gegenzug wurde ihm von Katrja K. eine warme Abendmahlzeit zugesichert. Er wartet heute noch und ist zum begeisterten "Tannenzapfenzupfer" geworden. 

ein etwas unvollständiges Gruppenfoto

elegante Schwünge auf dem Board

Daneben wurde aber jeden Tag auch fleißig Ski gefahren, jeder nach seinen Fähigkeiten und Kondition. Wenige Zentimeter Neuschnee nach der Wochenmitte und strahlender Sonnenschein tags darauf verbesserten die von den Vortagen harten und vereisten Pisten doch nochmals spürbar. Speziell auf den höher gelegenen Pisten ums Übergangsjoch staubte es dann nochmals richtig und Jörg "Fidel" F. zeigte uns, wie man auch auf nur einem Brett sehr elegant Wintersport betreiben kann. Schon nach 6 Tagen war alles wieder gelaufen und wir traten ziemlich erschöpft und leicht übergewichtig die Heimreise an. Speziell das Montagstraining auf der Laufbahn spricht seitdem deutlich mehr Teilnehmer an. 

 

Fazit: Zur Nachahmung im nächsten Winter - falls er denn stattfindet - unbedingt empfohlen!                                       Stand: 8.2.2007