5.Weiltalweg Landschaftsmarathon am Sonntag 22. April 2007                                                          zurück

Am 22.4.07 fiel mit etwas Verspätung der Startschuß zum 5. Weiltalweg-Landschaftsmarathon. Der Weiltalweg-Landschaftsmarathon machte seinem Namen wieder alle Ehre, hatte er doch mit Sicherheit eine der landschaftlich reizvollsten Strecken in Hessen und das dazu passende schöne Wetter zu bieten. Strahlender Sonnenschein, Temperaturen zwischen zehn Grad am Start und etwa 18 Grad im Ziel
an der Lahn und die Frühlingsblüten am Streckenrand machten den Lauf zu einem Erlebnis. Manchem Starter waren die Temperaturen jedoch fast schon zu warm. Zu Beginn bis etwa Kilometer sieben, wo es etwa 1,5 Kilometer auf der Straße bergauf geht, waren die meisten der 723 Einzelstarter noch frisch, sodass die kleineren giftigen Anstiege, die noch folgen sollten, den einen oder anderen
wesentlich mehr Kraft kosteten. Die letzten zwölf Kilometer von Weilmünster nach Weilburg verlaufen dann relativ eben bis leicht abschüssig und liegen zum größten Teil im Wald, so dass die immer stärker werdende Sonne nicht mehr ganz so brannte. Die letzten zwei Kilometer in praller Sonne wurden durch die Unterstützung der Weilburger ausgeglichen, die zusammen mit Bekannten und Angehörigen die Läufer ins Ziel applaudierten. Der Streckenrekordhalter von 2006 Marco Diehl (TSV Friedberg-Fauerbach) lief auch in 2007 ein unangefochtenes Start-Ziel Rennen und gewann souverän in 2:33:04, bei den Damen sicherte sich Ulrike Steeger in 3:12:11 den Sieg.
Die LahnLaender waren wieder einmal die größte Gruppe an Einzelstartern (gemeldet 12, im Ziel 9), leider hatten wir zwei Wettkämpfer die den Marathon nicht beendeten und einen der wegen einer Verletzung nicht antreten konnte.

Werner Weber lief ein beherztes Rennen, eine neue persönliche Bestzeit mit 2:56:05, einen Gesamtrang 12 und in der Altersklasse M45 den 3. Platz! Super! Jörg Fiedler tat es ihm nach und erzielte in 3:17:20 sein bisher bestes Marathonergebnis. Diszipliniertes Training,
viele Langeinheiten und wenig Ambitionen beim "Donnerstagsbolzen" zeigten ihre Wirkung. Zunächst kam lange erst mal nichts und dann mit Ottmar Förster der drittplazierte LahnLaender, einige der Nachfolgenden hätte man eigentlich doch vorher erwartet. Die weiteren LahnLaender finishen fast alle noch unter 4h, besonders hervorheben möchte ich hier Michael Willig, der diese Marke noch immer mit etwas Minimaltraining sicher meistert.

Werner während des Rennens .....    zeigt im Ziel auch einmal Emotionen ....             und während der Siegerehrung

 

Gut drauf und locker,   Jörg auf der Strecke und beim Zieleinlauf                                      ....  und Ottmar an der Verpflegungsstelle

 

Werner Weber           2:56:05 gesamt 12. und 3. in M45
Jörg Fiedler               3:17:20
Ottmar Förster          3:42:14
Karsten Rauber         3:44:14
Frank Peschke         3:44:39
Herger Alt                 3:57:36
Holger Medenbach    3:57:43
Michael Willig           3:59:40
Udo Fiedler               4:41:02

Dazu dann unsere Damenstaffel "Wetten dass", bestehend aus Katja Rauber, Beate Schmitt Pirker, Michaela Wolf und Katrin Brückmann in 3:42:45.
Die Staffel ergab sich aus einer Wette, 42 km Einzelläufer gegen Damenstaffel 4x ca.10km, wer ist schneller? Das Wettangebot fiel bei unserem Vereinvorsitzenden Karsten Rauber auf fruchtbaren Boden und wurde angenommen. Motiviert gingen einige Damen ans Werk, wochenlanges Training und Vorbereitung folgte und auch die endgültige Staffelbesetzung und Taktik wurde nicht bekannt gegeben. Karsten hatte sich zwischenzeitlich auch recht gründlich auf eine Marathonzeit von 3:15 - 3:20 vorbereitet. Das Trainingsgefühl und ein langer Wettkampf vor einigen Wochen bestätigten die Annahme, dass die Sache schon zugunsten von Karsten gelaufen sein könnte. Aber wie so häufig hat ein Marathon seine eigenen Gesetze. Nachdem er die beiden ersten Läuferinnen Katja Rauber und Beate Schmitt-Pirker noch relativ locker in Schach halten konnte, wurde er dann von den beiden folgenden Michaela Wolf und Katrin Brückmann (beide liefen Zeiten unter 45 Minuten) regelrecht zersägt und musste seine Niederlage und Wettverlust zähneknirschend eingestehen.

Herger Alt auf der Strecke                         Karsten puscht sich mit Wasser und Traubenzucker ....        und rettet sich ins Ziel

 

Die erfolgreiche Damenstaffel und ein glücklicher Verlierer                 Die Staffel während der Siegehrung

 

Anektode am Rande: Michaela Wolf wurde von ihrem Mann Rene spontan als Pacer begleitet, der die kanpp 10 km in normalen Straßenschuhen gelaufen ist!
Die Freude über den dritten Platz in der Staffel und vor allem der Triumph über Karsten war groß und wird noch lange nachhallen. Gute Ratschläge und Angebote hat er schon reichlich bekommen: Angefangen von dem Angebot für ein "personal coaching" von unserer frisch gebackenen Triathlon C-Trainerin Silke Fiedler bis zur Möglichkeit es im nächsten Jahr doch mal mit einer Wette gegen eine Kinder- und Jugendlichen Staffel zu versuchen. Aber zuerst muss er jetzt einmal lernen einen ordentlichen Kuchen zu backen. Auch in unserem Internetgästebuch schlug sich das denkwürdige Ereignis schon nieder, Karsten schrieb: Hallo "Mädchenstaffel", ich ziehe meinem Hut vor so viel Frauenpower und werde voller Demut mein Trikot neu bedrucken lassen!      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!