Test 2000

Test 2002

Test 2004

Test 2006

Home

Der LahnLaender Weizenbier Test 2008

 

 

Die alte Ordnung ist wieder hergestellt! Überzeugender Auftritt der Produkte aus der Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth.

 

“Wir befinden uns im Jahre 2008 n.Chr. Ganz Mittelhessen ist von den grünen Legionen des Licher Imperiums besetzt ... Ganz Mittelhessen? Nein! Ein von unbeugsamen LahnLaendern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Imperium Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die grünen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern rings um Lahnau liegen...“

 

So lässt sich die Situation frei nach dem Asterix Texter Goscinny  beschreiben. Zwei Jahre nach dem letzten Weizenbiertest war es wieder einmal an der Zeit die Ergebnisse aus 2006 geradezurücken. Obwohl die Casting Shows in den deutschen Fernsehanstalten mittlerweile inflationäre Züge angenommen haben, haben wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen unser eigenes “Casting“ der besten Weizenbiere zu veranstalten. Alle Probanten wurden wie immer blind, d.h. keiner der Tester wusste, was sich gerade im Glas befand, verkostet und bewertet. Einen speziellen Dank an unseren Gastgeber Franco und sein Team vom Waldgirmeser Restaurant- Pizzeria "da Franco".

 

Alkoholfreie Varianten:

Neu in diesem Jahr war ein zusätzlicher Test mit alkoholfreien Weizenbieren, welche mittlerweile ja bei fast allen renommierten Brauerein im Sortiment sind. Hier waren im Wettbewerb vertreten: Schöfferhofer, König Ludwig, Paulaner, Erdinger, Franziskaner und Maisels. Auffällig im Test der alkoholfreien war, dass die Bewertungen der sensorischen Prüfungen (Geruch, Geschmack, Abgang) im Durchschnitt mit 3-4 allesamt eine Stufe schlechter abschnitten, wie die Originale. Geschmackskommentare der 10 Juroren wie "Urinprobe", "wässrig" bis zu "schmeckt nach Maggi" waren nicht selten! Die für uns Sportler eigentlich unvorteilhaften Inhaltsstoffe Alkohol, wie auch das Fett in der festen Nahrung, sind die halt die Geschacksträger schlechthin!

 

Franziskaner alkoholfrei  überraschte aber in allen Disziplinen mit Topbewertungen, 1-2 in der Farbe und Schaumbildung und 2-3 in den Geschmacksbewertungen. Mit einer Gesamtnote 2,19 die auch jedem Original Hefeweizen gut zu Buche gestanden hätte, ein würdiger Sieger unter den alkoholfreien.

 

 

Maisels auf Platz 2 mit guten Bewertungen in Farbe und Schaum, etwas schwächer im Geschmack. Mit 2,45 Punkten aber sicher auf Platz zwei.

 

Danach Schöfferhofer, Bestnote von allen mit 1,45 in der Farbe, aber im Geschmack doch schon deutlich abfallend, Gesamtnote 2,84, daher Platz 3.

 

Geschmackstechnisch war ab dann aber wirklich nichts mehr zu machen, deutlich abgeschlagen mit 3,19 dann so renommierte Vertreter wie Erdinger, gefolgt von König Ludwig mit 3,71 und Paulaner mit 3,75.

 

Nun zu den Original Hefeweizenbieren:

Nach der in den vergangenen Jahren schon bewährten Regel, erhielten die beiden Erstplazierten aus 2006 (Licher und Maisels) wieder die Chance zur Titelverteidigung, dann zwei Bewerber aus früheren Tests (Schöfferhofer und Hacker-Pschorr), wie beim letzten Mal ein unbekannter Neuling (Kuchelbauer) und zu guter letzt ein Billigbier (Öttinger) vom Discounter.

 

Zunächst ist festzustellen, dass scheinbar alle Brauereien in Sachen Farbgebung nachgebessert haben. Gegenüber früheren Bewertungen in der von hellgelb bis bernsteinfarben alle Schattierungen von möglichen Bierfarben auftauchten, waren alle, obwohl Weissbiere, eher in dunkleren Teint gehalten. Ein eindeutiges optisches Erkennen von Sorten wie Maisels, das schon immer in einem sehr angenehmen Bernsteinton daherkam, war also nicht mehr so einfach möglich.

In den Geschmacksbewertungen waren, zu mindestens subjektiv, alle 13 Prüfer einhellig positiv gestimmt. Lediglich Prüfling Nr. 6 fiel etwas unangenehm auf, währenddessen Prüfling Nr. 3 mit Kommentaren "süffig, angenehm, sämig" auch schon vor der objektivierenden Computerauswertung auf breite Zustimmung stieß.

 

Nun, Nr.3 war mit einer Topbewertung in allen 5 Einzelwertungen (das hatte es bis dahin noch in keinem Weizenbiertest gegeben) und einer Gesamtnote 1,76 (das hat es bisher auch noch in keinem Weizenbiertest gegeben, die Bestnote war bisher 1,81 in 2004) unser heiß geliebtes Maisels! Bemerkenswert die Feinporigkeit und Konsistenz der Schaumkrone, die stand sogar noch im schon geleerten Glas.

 

 

Danach, aber schon mit deutlichen Abstand die grünen Legionäre aus Lich mit einer Gesamtnote 2,08. Geschmacklich ist Licher aber mit einer 1,8 ganz dicht am Maisels mit 1,7 dran. Die etwas schlechteren Bewertungen im Nachgeschmack und in der Farbe und Schaum verhinderten der erneuten Triumph des mittelhessischen Bierimperiums.

 

Auf Platz drei mit 2,37 die naturtrübe Hacker-Pschorr Hefeweisse. Eine ausgeglichene Erscheinung in allen Einzelwertungen und durchaus immer eine Alternative, abgefüllt in der angenehmen Bügelverschlussflasche.

 

Platz 4 ging mit 2,58 an Schöfferhofer, in Farbe, Schaum und Geruch noch ok, konnte es geschmacklich dieses mal nicht überzeugen. Weiter abgeschlagen dann Kuchelbauer auf Platz 5 mit 2,79 Punkten und Schlusslicht Öttinger mit 3,06. 

 

Fazit: Qualität hat ihren Preis und ist in blauen Kisten.

Das wir mit unserem Ergebnis nicht alleine sind zeigt folgende Pressenotiz. Das Bayreuther Weissbier Maisels mit der einzigartigen Bernsteinfarbe ist im Dezember 2007 von den Redakteuren der Zeitung „Die Welt“ zum besten Weissbier der Welt gekürt worden und hat vor kurzem auch DLG Gold erhalten. Die Weissbierspezialität aus Bayreuth hat die Genuss-Experten vor allem mit der rötlich leuchtenden Bernsteinfarbe und der feinen Hefe aus eigener Reinzucht beeindruckt. Stimmt, wir können das bestätigen!

 

Das Gesamtranking über die letzten Jahre sieht damit wie folgt aus:

 

 

Testjahr

2008 2006 2004 2002 2000  

Rang

Sorte

Mittelwert

 

 

 

 

 

1

Maisels

1,90

1,76

2,05

1,81

2,00

 

2

Andechser

1,98

 

2,11

1,86

 

 

3

Licher

2,04

2,08

2,00

 

 

 

4

Schöfferhofer

2,18

2,58

 

2,12

2,01

2,00

5

Kapuziner

2,22

 

 

2,22

 

 

6

Paulaner

2,29

 

 

2,79

2,20

1,88

7

Hacker

2,49

2,37

 

2,61

 

 

8

Rother 

2,63

 

2,63

 

 

 

9

Erdinger

2,71

 

 

 

2,71

 

10

Schneider

2,79

 

 

 

2,79

 

11

Kuchelbauer

2,79

2,79

 

 

 

 

12

Öttinger

3,06

3,06

 

 

 

 

13

Franziskaner

3,13

 

2,19

 

 

4,06

14

Reichold

3,15

 

3,15

 

 

 

15

Giessener

3,31

 

 

 

 

3,31

16

Weihenstephan

3,31

 

3,31

 

 

 

17

Luitpold

3,36

 

 

 

3,78

2,94

18

Germania

3,56

 

 

 

 

3,56