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Der LahnLaender Weizenbier Contest 2004
   

(el) Nach mittlerweile zwei Jahren unzähliger Kisten Maisels Weisse, wurde es am Sonntag 04.04.04 wieder einmal ernst. Ein erneuter Weizenbiertest musste her, den Stand der Dinge  zu bestätigen oder gegebenenfalls  für die nächste Zeit neu zu definieren.  Würde der Titelverteidiger es noch einmal schaffen oder sollte sich ein neuer LahnLaender Trunk  etablieren?

Neben den drei Erstplazierten aus dem letzten Tests vom 18.12.2000 und 28.04.2002 ,  den Marken Maisels Weisse (1.Platz/2002) Paulaner (1.Platz/2000)  und Schöfferhofer (jweils 2.Platz 2000 und 2002) waren da noch Andechser, Kapuziner und Hacker Pschorr im diesjährigen Contest.

Gastgeber war dieses mal Jörg Fiedler und er versammelte einen erlesenen Kreis von Weizenbierkennern in der Jury:

Michael Willig, ein geradliniger, schnörkelloser Tester, der sein Urteil ausschließlich rein numerisch definiert.

Karsten Rauber, sehr kommunikativ, manchmal aber doch hart an der Grenze der Beeinflussung der anderen Tester.

Stephan Schiek, Perlenzähler, legt sehr großen Wert auch auf die ästhetischen Eigenschaften des Weizenbieres.

Norbert Kern, ein ganz harter Hund, egal ob beim Laufen oder Sauf.., ämmh natürlich beim Verkosten. 

Erik Scheithauer, einer der wenigen, der seine sensorischen Eindrücke auch in geeignete Worte fassen kann!

Eberhard Lepper, das Auge trinkt mit, lässt sich schon mal durch eine süffige Erscheinung blenden.

Jörg Fiedler, auch eher mehr der technische Tester, lässt sich einzig einmal zu Prosa in seiner Bewertung hinreissen.

Eben alles  erfahrene Weizenbiertester! 

Ein Dank an dieser Stelle an Silke Fiedler für die köstlichen Laugenbrezeln zwischendurch  und das professionelle anonyme Kredenzen der Prüflinge.

Der Test begann mit einem echten Hammer, Prüfling 1 kam mit einem dunklen honigfarbenen, dichten Tonus und edler, stabiler Schaumkrone daher. Für viele war das schon eine Vorentscheidung! Aber was für ein Gebräu sollte das sein?

Mit Prüfling Nr. 2 stellte sich den erfahrenen Testern  gleich ein guter, alter Bekannter vor     (prickelt so schön ..) 

"Schmeckt irgendwie nicht so" bis einfach nur "bäh!"  erntete Prüfling 3 als Kommentar, nun dann kann es nichts werden. 

Für den Aufstieg in die erste Liga fehlte Prüfling Nr. 4 das letzte Quäntchen, obwohl es allen scheinbar recht gut geschmeckt hat. Dann Nr. 5, war das jetzt endlich Maisels? Nein die Farbe zu hell, Geschmack aber ok und dann aber ein überbetonter Ammoniakabgang, daher doch recht deutliche Rückstufung. Bernsteinfarbig, sahniger Schaum, Begeisterung bei der Mehrzahl der Tester für Nr. 6 , das war jetzt der Favorit und nach einhelliger Meinung konnte das nur unser gutes Maisels sein.  

Nun, die Testauswertung brachte anschließend durch nackte Zahlen etwas mehr Objektivität in die Sache. Hier die Zusammenfassung und gleichzeitig auch die Rätselauflösung:

Nr.1           1,81    (Maisels)

Nr.2           2,12    (Schöfferhofer)

Nr.3           2,61    (Hacker Pschorr)

Nr.4           2,22    (Kapuziner)

Nr.5           2,79    (Paulaner)

Nr.6           1,86    (Andechser)

Wie man sich doch täuschen kann! Hielten die meisten die Nr. 1 für einen der unbekannten Testneulinge, stellte es sich in Wirklichkeit als der letztjährige Testsieger heraus! Mit geringen Vorsprung, aber doch deutlicher als in 2002 wird "Maisels Weisse" wieder das LahnLaender Getränk der nächsten Session sein.

Schaut man sich die Einzelbewertungen  etwas  genauer an, ist festzustellen das der Geschmackssieger doch Andechser mit 1,69 noch vor Maisels  mit 2,00 ist!  Also Sieger der Herzen, Puristen werden Maisels möglicherweise doch untreu werden?

Maisels erhielt die Bestnoten für Farbe (1,64), Geruch (1,79) und Nachgeschmack (1,71), d.h. der diesjährige erste Rang für Maisels steht auf tönernen Füssen und wurde quasi auf Nebenschauplätzen errungen. Eine während des Tests andiskutierte stärkere Gewichtung der Geschmacksnote hätte evtl. ein anderes Ergebnis gebracht. Unangefochtener Spitzenreiter in der Schaumbildung und -konsistenz war Kapuziner mit 1,51! 

Das Gesamtranking über die letzten Jahre sieht damit wie folgt aus:

    Testjahr 2004 2002 2000
Rang Sorte Mittelwert      
1 Maisels 1,858 1,81 2,00  
2 Andechser 1,86 1,86    
3 Schöfferhofer 2,04 2,12 2,01 2,00
4 Kapuziner 2,22 2,22    
5 Paulaner 2,29 2,79 2,20 1,88
6 Hacker 2,61 2,61    
7 Erdinger 2,71   2,71  
8 Schneider 2,79   2,79  
9 Giessener 3,31     3,31
10 Luitpold 3,36   3,78 2,94
11 Germania 3,56     3,56
12 Franziskaner 4,06     4,06

Noch ein paar Bemerkungen zu den Testern: wie schon weiter oben angesprochen werden doch stark unterschiedliche Kriterien zu Grunde gelegt. So bewertete Norbert mit einer Durchschnittsbenotung von 2,8 (allgemeiner Mittelwert 2,2) deutlich strenger als alle anderen. Karsten gab mit einer durchschnittlichen 1,5 eigentlich eine zu undifferenzierte Wertung ab. Aber alle waren wieder mit großer Disziplin und Sachverstand an der Arbeit, siehe nachfolgende Bilderreihe.

 

 

 

Wie beim letzten Weizenbiertest stand vor dem Vergnügen auch dieses mal wieder die Arbeit, sprich vorher eine umfangreichere Laufeinheit auf dem Programm. Unsere beliebte, wie  gefürchtete  3Türme Tour (kurz 3TT),  als letzte lange Trainingseinheit vor dem Weiltalmarathon.  

     
 

Die Teilnehmer der 3TT kurz vor dem Start

Nur diese vier schafften es dann bis zum dritten Turm