Rennbericht 3.LahnLaender 1997
3. LahnLaender
Es kann nur Einen geben !
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Datum: 15.08.1997
Zeit: 18:20 - 19:48 Uhr 

Ort: GOW, 400 m Bahn
Wetter: 27 °C, leicht bewölkt, leichter Wind, trockene Bahn

Teilnehmer:
Axel Hengst 
Marc Hofmann
Christoph Lenz 
Chris Lepper 
Eberhard Lepper 
Stefan Pohl 
Karsten Rauber
Erik Scheithauer
Stephan Schiek
Martin Wagner
Michael Willig

Plazierung: 
1. Marc Hofmann 48 Runden (01:28:31)
2. Eberhard Lepper 47 Runden (01:28:31) 
3. Michael Willig 47 Runden (01:28:21)
4. Karsten Rauber 47 Runden (01:28:11)
5. Stefan Pohl 39 Runden (01:11:35)
6. Axel Hengst 37 Runden (01:07:50)
7. Stephan Schiek 36 Runden (01:05:00)
8. Chris Lepper 22 Runden (38:38)
9. Martin Wagner 19 Runden (33:20)
10. Christoph Lenz 13 Runden (21:28)
11. Erik Scheithauer 7 Runden (10:41)
 

 
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Rennverlauf:
Am Start des 3. Lahnländers konnte mit 11 Teilnehmern wieder eine neue Rekordteilnahme bekanntgegeben werden. Nach der 1. Runde übernahm Karsten Rauber den Stab. Titelverteidiger Marc Hofmann ließ sich weit ins Mittelfeld zurückfallen. Einzig Axel Hengst, der Vorjahreszweite, hing sich an die Fersen des Führenden und fragte nach den Durchgangszeiten, die nicht nur in dieser Rennphase bei ca. 100 s pro Runde lagen. Karsten Rauber konnte dennoch zunächst unbedrängt seine Bahnen ziehen. In der 7 Runde erwischte es als ersten Erik Scheithauer, der noch die Fußballrunde vom Mittwoch in den Knochen hatte. Erst in der 13 Runde wurde mit Christoph Lenz der nächste Teilnehmer geschluckt, er konnte aber mit der gezeigten Leistung bei seiner ersten Teilnahme sehr zufrieden sein. In der 19 Runde übernahm Eberhard Lepper die Führung, nachdem Axel Hengst ins Mittelfeld zurück gefallen war und Karsten Rauber sein hohes Anfangstempo nicht mehr halten konnte. Noch in der gleichen Runde überholte er seinen Kollegen Martin Wagner, der seine gute Leistung von der Chase Challenge in Frankfurt bestätigte, wo er für den LUST Lauftreff startete. 

Eberhard Lepper behielt nun die Führung eine längere Zeit und alle Teilnehmer und Zuschauer fragten sich schon, ob die Siegesserie von Marc Hofmann dieses Jahr nun endlich gebrochen wird, zumal dieser sogar eine Pinkelpause einlegen mußte und bis zu einer 3/4 Runde Rückstand hatte. Zehn-Jahres-Marathoni Chris Lepper konnte bis zur 22 Runde dem Druck von Eberhard Lepper standhalten und bewieß damit, das er im nächsten Jahr auf jeden Fall einen Marathon schaffen kann (und dann vielleicht auch einen Sieg beim Lahnländer 1998?). 

Die nächsten Gegner des führenden Eberhard Lepper sollten sich als extrem zähe Burschen erweisen. Seine Verfolgung nahmen zunächst Karsten Rauber und Michael Willig auf, auf Platz 4 und 5 liefen Marc Hofmann und der Geheimtip Stefan Pohl, gefolgt von Axel Hengst und Stephan Schiek. Die 10 km Durchgangszeit lag für Eberhard Lepper bei ca. 45 min und damit sehr hoch. In der 28 Runde übernahm nochmals Karsten Rauber den Stab, doch es sollte das letzte mal in diesem Rennen sein. Bereits eine Runde später übernahm der bravourös gegen seinen steifen Nacken kämpfende Michael Willig die Führung. Eberhard Lepper fiel wegen Magenproblemen auf den 3. Rang zurück.

Ab der 30. Runde kam dann der Angriff des Lahnländers 1995 und 1996 Marc Hofmann. Verfolgt von Stefan Pohl ging er in der 36. Runde an die Spitze. Dieser packende Zweikampf führte auch endlich in der 36. Runde zur Überrundung von Stephan Schiek, der damit seiner Top-Leistung im Vorjahr eine noch bessere folgen ließ. Die Führung wechselte dann in der 37. Runde zunächst an Stefan Pohl, doch Marc Hofmann konterte im Stile eines Champions und lief ab dem Ende der 37. Runde sein Rennen bis zum Schluß. In der 37. Runde war dann auch die Zeit für den Vorjahreszweiten Axel Hengst gekommen, der zwar nicht die Plazierung wiederholen konnte, aber dafür länger im Rennen blieb. 

In der 39. Runde war dann auch Stefan Pohl geschlagen, er stieg völlig durchgeschwitzt aus dem Rennen aus. So begann ein Dreikampf um die Plätze zwei bis vier, den Karsten Rauber mit einer Tempoverschärfung und der Übernahme des zweiten Platzes eröffnete. Seine Taktik alles zu geben und auf einen immer stärker werdenden Marc Hofmann zu setzen, ging allerdings nicht auf. In der letzten Rennrunde wurde er zunächst von dem noch mit einigen Reserven sehr stark laufenden Eberhard Lepper und sofort danach auch von Michael Willig und dem spurtenden Marc Hofmann erwischt. Dieser überspurtete dann auch unseren Ultra-Marathoni Michael Willig, der mit dem 3. Platz seine Vorjahresplazierung wiederholen konnte und dann auch Eberhard Lepper, der sich auf den zweiten Platz steigern konnte und damit im nächsten Jahr zu den ganz heißen Anwärtern für den Sieg zu zählen ist.

Lahnländer 1997 wurde der bisher ungeschlagene Marc Hofmann, der damit den Spruch "es kann nur EINEN geben" nochmals bestätigte und den Titel im besonderen Sinne auch über bisher alle Zeiten trägt.

Am Ende hat es allen Spaß gemacht, es gab zwar dicke Beine und einige Wunden zu verarzten (blutige Brustwarzen, aufgescheuerte Oberschenkel u.a.), doch im nächsten Jahr sind bestimmt viele wieder dabei. Schließlich lassen sich alle Beschwerden bei einem kühlen Weizen und frischem Grillgut in Eberhards Garten wieder bestens auskurieren.