Rennbericht 7.LahnLaender  2001
7. LahnLaender
Es kann nur Einen geben !
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Datum:            28.07.2001

Zeit:                 16:21 - 17:18 Uhr

Ort:                  GOW Sportanlage Wetzlar, 400 m Bahn

Wetter:            30,4 °C, bedeckt, schwülwarm, kein Wind

 

 

Teilnehmer:
Fabrizio, Franco

Fiedler, Jörg

Hengst, Axel

Hofmann, Marc

Jung, Stefan

Kern, Norbert

Lepper, Chris

Lepper, Eberhard

Muthreich, Marcus     

Scheithauer, Erik

Schiek, Stephan

Schmitt, Dirk

Wagner, Matthias

Willig,Michael

Plazierung: 
1. Wagner, Matthias      35.  Runde                               57:06 

2. Kern, Norbert              34. Runde                                57:06

3.Schmitt, Dirk                34. Runde                                57:03

4. Fiedler, Jörg                30. Runde                                49:42

5. Hofmann, Marc          26. Runde                                 42:54

6. Lepper, Eberhard       25. Runde                                41:28

7. Willig, Michael           24. Runde                                40:08    

8. Lepper, Chris +     Schiek, Stephan     15. Runde    25:24         

9.        ---         

10. Fabrizio, Franco      15. Runde                                24:53 

11. Hengst, Axel              15. Runde                                24:00

12. Jung, Stefan               10. Runde                                15:20

13. Scheithauer, Eric      06. Runde                               09:10    

14. Muthreich, Marcus   06. Runde                               08:42    

 

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Rennverlauf:

Am Start des 7. Lahnländers, der wegen innergemeindlicher Animositäten nicht wie zunächst geplant in Dorlar (unverständlicher­weise wurden die Vorbereitungsspiele der zweitklassigen Dorlarer Fußballer nicht zugunsten des Lahnländers verschoben), sondern auf der GOW-Kampfbahn in Wetzlar ausgetragen wurde, konnten die Ausrichter das nach der Papierform bisher leistungsstärkste Teilnehmerfeld begrüßen. Neben den beiden Topfavoriten Matthias Wagner (Lahnländer 1999) und Norbert Kern, wurden auch Jörg Fiedler und Eberhard Lepper (Titelverteidiger) hoch gehandelt. Verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte der in den vergangenen Jahren immer gestartete Karsten Rauber. Nicht ganz voll konzentriert (fragte Karsten Rauber, ob er trotz seines KAISERSCHNITTES mitlaufen wolle) aber trotzdem hoch motiviert, ging auch der werdende Vater Chris Lepper an den Start. Neu dabei waren neben Norbert Kern und Jörg Fiedler auch noch der ausdauerndste Pizzabäcker Hessens Franco Fabrizio und Dirk Schnitt, die beide ebenfalls hoch einzuschätzen waren. 

Es sollte ein im wahrsten Sinne des Wortes heißes Rennen werden. Die Temperaturen über der 30 °C Marke, dazu  schwüles Wetter. Die Läufer gingen entsprechend langsam an. Zunächst ist Dirk Schmitt an der Spitze. Nach 110 sec schnappte sich allerdings Michael Willig den Stab mit einem Zwischenspurt.

Doch nach einer halben Runde geht Stephan Schiek an die Spitze. Sehr langsam ging Matthias Wagner an, der zusammen mit Erik Scheithauer das Schlusslicht bildete. Vorne kristallisierte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe mit Stephan Schiek, Dirk Schmitt, Eberhard Lepper, Marc Hofmann und Norbert Kern. In der 3. Runde übernahm Eberhard Lepper den Stab und versteckte ihn sogleich im Shirt oder in der Hose?! Ist das eine neue Taktik und ist das überhaupt zulässig? In der 4. Runde gab Norbert Kern die Antwort, und übernahm die Führung um in der 6. Runde dann Marcus Muthreich und Erik Scheithauer zum Zuschauen zu verurteilen. Erik Scheithauer schied zwar aus, nutzte die Gelegenheit aber schon fast traditionell zu einer längeren Trainingseinheit in seinem Tempo über die gesamte Rennzeit. 

In der 7. Runde übernahm Dirk Schmitt den Stab. Verfolgt wurde er von Marc Hofmann und Norbert Kern, etwas dahinter Jörg Fiedler. Am Ende kämpfte Stefan Jung verbissen gegen die Überrundung. In der 10. Runde nach 15:20 min war er allerdings mit seinen Kräften völlig am Ende und gab sich geschlagen. Dirk Schmitt lag weiter an der Spitze und machte Tempo, 20 m dahinter Norbert Kern, der seine Favoritenstellung damit allen unter Beweis stellte. 30 m weiter folgen Marc Hofmann und Jörg Fiedler. Im Feld machte Matthias Wagner langsam Druck, was die Zuschauer, die ihn als Topfavoriten sahen wohlwollend als Bestätigung vermerkten. Die 5 km Durchgangszeit von Dirk Schmitt war mit 21:33 sehr schnell.

In der 15. Runde schied überraschend früh der in den vergangenen Jahren immer starke Axel Hengst aus. Ist seine Zeit nun schon vorbei, zieht er sich wie so viele Topathleten aufs Altenteil zurück oder kämpft er nächstes Jahr wieder in besserer Form? Seine Gesichtszüge auch eine Viertelstunde nach seinem Ausscheiden lassen nichts Gutes erahnen!  Kurz nach ihm erwischte es Franco Fabrizio, dem das gelaufene Tempo zu hoch war. Bis zum nächsten Jahr kann er seine Fußballleidenschaft sicher für das ein oder andere Tempotraining nutzen und seinen 10. Platz damit verbessern. Die 15. Runde hatte es weiter in sich: Chris Lepper (angetrieben von seiner werdenden Vaterschaft) und Stephan Schiek kämpften verbissen um den 8. Rang. Dirk Schmitt fällte ein salomonisches Urteil über die beiden Kampfhähne und überholte sie just in dem Moment, als sie gleichauf lagen.

In der 17. Runde ging Matthias Wagner an die 2. Position um in der 19. Runde dann den Stab zu übernehmen. Er sah mächtig fit aus, so dass sich die Wiederholung seines Erfolg von 1999 abzeichnete. Im Mittelfeld liefen weiter Norbert Kern und Jörg Fiedler stark. Dahinter folgten Marc Hofmann und am Ende Eberhard Lepper und Michael Willig mit über einer halben Runde Rückstand. War der Titelverteidiger wirklich schon am Ende?

In der 21. bis zur  23. Runde kämpfte er mit Michael Willig verbissen um die rote Laterne. In der 24. Runde setze sich dann wieder einmal Erfahrung gegen Jugend durch und Michael Willig gab nach 40:08 min auf. Doch auch Eberhard Lepper musste eine Runde später den Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung begraben. Und passend dazu war als nächstes wieder eine Runde später auch der viermalige Lahnländer Marc Hofmann dran. Nun war außer Matthias Wagner kein bisheriger Titelträger mehr im Rennen. Würde es einen neuen Lahnländer geben? Die 10 km Durchgangszeit von 42:40 machte deutlich, wie schnell das Rennen trotz der drückenden Hitze war.

Die Endphase war nun angebrochen. Nachdem der stark laufende Jörg Fiedler in der 30. Runde ausschied, blieben noch das Neulingsduo Norbert Kern und Dirk Schmitt in der Verfolgung. Oder verfolgte nun schon Matthias Wagner die beiden? Beide gaben noch mal alles, doch der Sieger von 1999 verschärfte weiter das Tempo und hielt in den letzten Runden die Zeiten immer unter 100 sec. Mit langen Schritten, in der Souveränität eines Lance Armstrong bei der Tour 2001, machte er klar, dass nur noch der Kampf um den zweiten Platz offen war. Hier musste Dirk Schmitt seiner langen Führungsarbeit Tribut zollen und Norbert Kern warf in einem letzten Sprint  seine ganze Ausdauer in Waagschale, so dass der zweite Rang an Norbert Kern ging. Trotzdem können beide mit ihrem hervorragenden Abschneiden bei ihrem ersten Lahnländer sehr zufrieden sein. In diesem Jahr zeigte jedoch wiedereinmal Matthias Wagner, dass es, wenn er dabei ist, durch seine enorme Grundschnelligkeit heißt:

Es kann nur EINEN geben!