Bericht LahnLaender Kaerrnche Tour 2000
27.Dezember 2000
LahnLaender Kaerrnche Tour
Es kann nur Eine geben !
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.... Waldgirmes Mittwoch 27. Dezember 2000, 10:00 MEZ, 
5 unentwegte Gesellen treffen sich unter unwirtlichen Bedingungen (2°C, neblig, Schneeregen und Regen, Schneematsch auf allen Wegen) bei Michael W., um in alter Clubix Tradition eine Wanderung "zwischen den Jahren" -  wohl noch ein uralter heidnischer Ritus - zu vollbringen. 
Das Kärrnche (auf halbwegs hochdeutsch: Bollerwagen) hat schon einige Einsätze dieser Art hinter sich und ist mit Luftbereifung und Transporteinsatz für Fassbier und 6 Gläser bestens ausgestattet. Überlegeungen wegen des Winterwetters, noch schnell einen Kufenuntersatz herzustellen erledigen sich schnell, denn die Breitreifen sind auch bei derartigen Expeditionen in Schneematsch griffig. Das Kärrnche war daneben mit einigen wichtigen Ausrüstungs- gegenständen, wie Benzinkocher, Treibstoff dafür, diversen Notrationen Beutelsuppe und etwas Wasser beladen. Jeder der Teilnehemer hatte noch seinen persönlichen Rucksack mit individueller Ausrüstung und Proviant, sowie Ersatzkleidung zu schleppen. Zum Einsatz kam noch weitere High-Tech Ausrüstung, 2 digitale Kameras zur Dokumentaion und 3 Handys um uns in Notfällen orten und abholen zu können.
So starteten wir - Michael W., Axel H., Stephan S., Karsten R. und Eberhard L. (LL2000) -  bei herrlichstem Sauwetter in Richtung Großaltenstädter Heide oder zumindestens soweit uns unsere Füsse tragen. Schon innerhalb kürzester Zeit hatte uns der Regen komplett durchnässt, wohldem der funktionelle, wasserdichte Kleidung und und gute Schuhe sein Eigen nannte. So gab es eine erste Pause am Waldgirmeser Pflanzgarten, wo uns eine Schutzhütte Unterschlupf bot. Wir nutzen die Pause dazu, das erste Fässchen anzustechen, Karsten R. , seine durchnässten Kleider zu wechseln  und uns eine Vorstellung seiner  Härte zu zeigen, indem er nur mit Unterhosen bekleidet und mit blossen Füssen eine Runde im Schnee drehte. 
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Nach kuzer Rast und Stärkung ging es weiter Richtung "Dicke Eiche". Im regelmäßigen Wechsel war ein Zwei-Mann-Team an der Reihe, das Kärrnche zu ziehen. Mysteriös blieb während des ganzen Tages, daß das Kärrnche immer vorne fährt, egal ob der Weg gerade flach oder bergauf ging. Während  den jetzt kommenden Anstigen entwickelten wir eine neue Technik, das Kärrnche kräftesparend mittels eines Schiebestocks zusätz- lich von der Rückseite her  anzuschieben. So kamen wir gut voran, zumal sich das Wetter etwas besserte,  passierten Bubenrod, ließen den 
"Alten Berg" rechts liegen und überquerten dann die Landesstraße beim "Fahrerlager" weiter Richtung Heide, nur noch 2km! Gegen 14:00 Uhr trafen wir ein, zu unserem Erstaunen war die dortige Hütte trotz (oder gerade deswegen) miesen Wetters schon besetzt. Der Schützenverin Kirchvers hatte sie zum Ziel einer Planwagenfahrt (motorisiert gezogen, Essen vom Catering Service = Weicheier) auserkoren. Aber die  Leute waren gerade im Aufbruch begriffen und wir müssen schon ziemlich verhungert und fertig ausge- schaut haben, warum fragte uns der Fleischermeister sonst "Habt ihr noch Hunger!?" Freilich, so machten wir uns über die Reste von Spanferkel, Kartoffelsalat und frischem Bauernbrot her. Unsere Rettung, zufrieden konnten wir neue Kräfte auftanken. Dem Catering
Service W.Pfisterer aus Pforzheim ein dickes Lob, das Spanferkel schmeckte hervorragend und ist hier einen Link wert. Nach dem Essen schmeckte der mitgebrachte Obstbrand verschiedener Sorten besonders gut und wir verbrachten den Rest der Mittagspause damit uralte Ritzzeichnungen aus früheren Zeiten zu identifizieren oder mit einem mitgebrachten Wurfmesser unsere Geschicklichkeit zu erproben. Nach einer guten Stunde gings auch schon wieder an den Rückmarsch, nur  noch gute zweeinhalb Stunden bis zur Dämmerung. Aber in der Vogelhütte beim Bubenrod musste doch nochmal eine Pause sein und der Kocher seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. In kurzer Zeit war eine köstliche Grießklößchensuppe gekocht und heiß verspeist verlieh sie uns
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die nötige Wärme und Energie für den Rest der Strecke. Durchs Schwarzbachtal marschierten wir dann in völliger Dunkelheit nach Hause, nicht ohne oberhalb Waldgirmes noch den letzten Rest unseres Bieres zu leeren.

Es kann nur EINEN geben!