Ironman Europe in Frankfurt am 1. Juli 2007                                                                                            zurück

Es sollte der Wettkampfhöhepunkt für die LahnLaender Bernd Bremser, Dirk Schmitt und Karl-Heinz Lüdemann werden. Schon früh um sieben fiel der Startschuss für die drei zusammen mit über 2.200 weiteren Teilnehmern, um sich dem „längsten Tag des Jahres“ zu stellen. Nach 3,8 Kilometern Schwimmen im Langener Waldsee, wo es auf der Zwei-Runden-Strecke wieder einen kurzen Landgang gab, ging es für die Athleten auf die Räder. Für alle, Breitensportler wie Profis, bedeuteten vor allem die bereits legendären Steigungen „The Hell“ in Maintal-Hochstadt und der „Heartbreak Hill“ in Bad Vilbel auf der insgesamt 180 Kilometer langen Strecke eine echte Herausforderung. Der abschließende Marathon vor der beeindruckenden Skyline am Frankfurter Mainufer setzte die letzten Kräfte bei Startern wie Fans frei. Bernd schaffte mit einer Glanzzeit von 9h58min eine beeindruckende Leistung. Ersttäter Dirk Schmitt schaffte mit 10h29min ebenfalls ein famoses Ergebnis. Karl-Heinz Lüdemann musste, nach einem Radsturz leicht lädiert, im abschließenden Marathon bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten gehen, um noch in knapp 15 h ins Ziel zu gelangen.

 

Bernd Bremser              1:12:25 / 5:04:32 / 3:33:28             9:58:10

Dirk Schmitt                  1:19.32 / 5:24.46 / 3:35:51            10:29:31

Karl Heinz Lüdemann     1:26.08 / 7:06.36 / 6:09:29            15:02.19

 

Dirk freut sich beim Zieleinlauf am Frankfurter Römer und ist noch ziemlich gut drauf

Bernd wird kurz vorm Zieileinlauf herzlich begrüßt

Karl-Heinz "geht" die dritte Runde des Marathon an

 

Hier Dirk’s persönliche Eindrücke vom Ironman:


Vorab erst mal ein Lob an die Organisation: da hat bis auf die Radausgabe die 1h gedauert hat alles gepasst. Meine Vorbereitung bestand im Wesentlichen aus 3 Meilensteinen.
Eine Woche Mallorca Fahrradtraining mit Uwe im April, der Mitteldistanz Duathlon in Schotten im Mai und der Moret Mitteldistanz Triathlon im Juni. Am Wochenende fuhr, lief und schwamm ich mit Bernd lange Einheiten, macht in Summe ca. 3000km auf dem Rad, 300km zu Fuß und eine schwer quantifizierbare Schwimmstrecke.
Leider hatte ich etwas Pech mit der Vorbereitung meines Lieblingsrades, da mich am Samstagmittag noch kurzfristig einen Platten ereilte. (Ebi, Du weist was das heißt schnellstens Ersatz für 26" Spinergy Räder zu bekommen) Auf jeden Fall konnte ich auf die Schnelle keinen Ersatzschlauch auftreiben und fuhr mit einem nur notdürftig geflickten Hinterrad.

Start war um Punkt 7.00 Uhr . Zusammen mit ca. 2300 Teilnehmern ging das Hauen und Stechen beim Schwimmen los. Vor mir lagen 2 ungleich lange, zum Vorjahr geänderte Schwimmrunden. Ich sortierte mich entsprechend meiner "überragenden schwimmerischen" Fähigkeiten sehr weit hinten ein,  so das ich mit relativ wenig Prügel davon kommen sollte. Nach knapp 20 min schaute ich nach vorn und dachte prima jetzt geht´s schon zum Landgang. (es stellte sich jedoch im nachhinein herraus, das es lediglich um eine Sandbank handelte die mit mir noch ein paar hundert Andere etwas
vom Weg abgekommene als Landgang interpretierten). Nach knapp 50 min, die besten waren schon auf dem Fahrrad, dann der wirkliche Landgang. Kurz aus dem Wasser und dann noch mal knapp dieselbe Strecke Richtung 1. Wechselzone. 1:19:32 waren dabei vergangen.
Der Wechsel dauerte knapp 7 min, da ich komplett auf die Radmontur wechselte. Resultat Platz 1621
nun kamen ja eigentlich nur noch Disziplinen dir mir deutlich besser liegen.

Das Radfahren verlief für mich bis auf den Schluss relativ unspektakulär. Ich versuchte, den Puls nicht deutlich  über 160 Schläge/min zu treiben und hielt mich aus jeglichem Gerangel,  Windschattenfahren und Zeitstrafen heraus. Mit einer soliden Radzeit von 5:24h versuchte ich mich für den bevor
stehenden Marathon zu schonen. Apropos schonen: mein geflicktes Hinterrad konnte ich schließlich bis in die 2. Wechselzone retten. Dort gab es aber unmittelbar nach dem Absteigen seinen Geist auf (Glück gehabt!!). Resultat Platz 1043.
 
Nach gut 2 Min. in der 2. Wechselzone war ich auf der Laufstrecke und versuchte dort noch mein Bestes zu geben. Die Beine waren sehr locker und ich konnte es ganz gut angehen lassen. Mit
ca. 4:10min/km versuchte ich das Tempo recht optimistisch zu gestalten, stellte jedoch relativ schnell fest, dass ich aufgrund der nicht unerheblichen Vorbelastung es wohl nicht halten könnte. Bei km 38 erhielt ich dann die Quittung. Ein Krampf im linken Bein. Nach kurzer Gehpause ging’s dann allerdings langsam weiter.  Resultat 3:35!

Im Ergebnis bin ich mit 10:29h, dem 597. Platz und dem 88. in meiner AK sehr zufrieden.


Dirk und Bernd nach dem Ironman

 

Hinweis: der nächstjährige IM am 6. Juli 2008 war schon innerhalb 24h ausgebucht! Noch nicht komplett bestätigt, aber im nächsten Jahr werden vorraussichtlich starten: Silke Fiedler, Peter Döring, Karl-Heinz Lüdemann und vom TUS Naunheim Jens Keller.